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Höhlen-ag der GS Tübingen - Exokarstformen

Exokarstformen auf dem Gottesackerplateau

gottesackerbeam

 Tobi, Dario und Max lassen sich auf den Gottesacker beamen, um dort Karsterscheinungen zu untersuchen.

 

Um die verschiedenen Karsterscheinung zu dokumentieren, haben wir einen Ausflug auf das Gottesackerplateau im kleinen Walsertal gemacht - ein echtes Paradies für Karstforscher. Dort haben wir die Karstformen in Höhlen sowie die Exokarstformen dokumentiert. Die Höhlen auf dem Gottesackerplateau sind nur mit Hilfe der Einseiltechnik zu bezwingen, da die Hauptausrichtung der Gänge senkrecht verläuft.

Dario seilt sich in der Klaus-Cramer-Höhle ab. Freischwebend geht es hier rund 20 Meter in die Tiefe. Dario seilt sich mal wieder ab
Matze steigt am Seil aus der Hochzeitshalle der Klaus-Cramer-Höhle auf. Matze steigt am Seil auf

 

Wir haben fast alle uns bekannten Karstformen auf dem Gotteackerplateau gefunden:

Rillenkarren
sind an sehr steilen Felsflächen zu finden, sind teilweise Meterlang und verlaufen fast immer parallel.
Rillenkarren
Firstkarren
erinnern durch ihren parallelen Verlauf an ein Hausdach mit ungedecktem First. Sie treten auf kleinen, stark geneigten Flächen auf und sind bis zu 20 cm lang.
Firstkarren
Rinnenkarren
findet man auf flach geneigten Felsflächen. Sie entstehen durch den langsamen Abfluss des Regenwassers und können mehrere Meter lang und haben einen V-förmigen Querschnitt.
Rinnenkarren
Mäanderkarren
sind ebenfalls auf leicht geneigten Flächen zu finden. Im Gegensatz zu den Rinnenkarren verlaufen sie nicht geradlienig, sondern in Kurven.
Sie treten immer vereinzelt auf.
Mäanderkarren
Rundkarren
ähneln den Rinnenkarren sehr. Sie sind jedoch nicht V-förmig sondern rund und weisen auch keine scharfen Kanten auf. Bei den Rundkarren gibt es ebenfalls meanderförmige Varianten.
Rundkarren
Trittkarren
kommen oft auf flachen Felspassagen vor und treten meist vergesellschaftet auf. Sie erinnern an die Abdrücke von (kleinen Elefanten-) Füßen.
trittkarren
Kluftspalten
bilden sich, wenn das Regenwasser durch eine Kluft, die sich bereits im Gestein befindet abfließt und diese erweitert. Sie können mehrere Meter tief werden.
kluftspalte
Lösungsdolinen
entstehen, wenn viel Regenwasser an einer Stelle zusammen- und durch die Klüfte im Gestein abläuft. Kalklösung und Verwitterung lassen große, trichterförmige Löcher mit mehreren Metern an Durchmesser und Tiefe entstehen.
Lösungsdoline
Strudelkolke
entstehen durch Wirbel im Wasser, die sich langsam in den Kalkstein fressen. Im einer bereits gebildeten Vertiefung unterstützen kleine Steine, die vom Wirbel mitgerissen werden, die vergrößerung des Kolks.
Strudelkolk
Höhlen
gibt es auf dem Gottesackerplateau selbstverständlich auch. Die meisten von ihnen sind Schachthöhlen und nur mit Hilfe der Einseiltechnik zu befahren.
Claus-Cramer-Höhle
Die Karstformen in der Claus-Kramer-Höhle ähneln den Exokarstformen auf dem Gottesacker. Auch hier sind Kluftspalten, Kolke und Karren zu finden. Endokarstformen
Tobi und Matze stehen in einem riesigen Strudelkolk in der Klaus-Cramer-Höhle. Strudelkolk in der Claus-Cramer-Höhle
Fließfacetten
zeugen davon, dass in dem Höhlengang einmal Wasser geflossen ist. Je kleiner der Durchmesser der Facetten, desto schneller floss das Wasser einst durch den Gang.
Fliessfacetten

Gehört eigentlich nicht zum Thema, ist unsrer Meinung nach aber so schön, dass wir die Bilder hier zeigen wollen: Die alpine Flora des Gottesackerplateaus:

Flora auf dem Gottesacker Flora auf dem Gottesacker
Flora auf dem Gottesacker Flora auf dem Gottesacker
Flora auf dem Gottesacker
Flora auf dem Gottesacker
Flora auf dem Gottesacker Flora auf dem Gottesacker
Flora auf dem Gottesacker Flora auf dem Gottesacker
Flora auf dem Gottesacker Schwaazwuscht auf dem Gottesacker

Das letzte Bild gehört hier auch irgendwie nicht hin, ist aber trotzdem ungemein wichtig und lecker.

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